ÜBER MICH

Aufgewachsen mit Ponys und Eseln hat sich in den letzten Jahren bei mir der Wunsch entwickelt, auch anderen Menschen zusammen mit unseren Elde-Eseln eine erholsame und erlebnisreiche Zeit auf dem Hof und unterwegs in der Natur zu ermöglichen. Mein Studium im Bereich der Politikwissenschaften und Humangeographie und das damit erweiterte Bewusstsein für die Herausforderungen im ländlichen Raum weckten zusätzlich mein Interesse, mit den Elde-Eseln das Freizeitangebot in unserer ländlichen Region zu erweitern.

Durch meinen jahrelangen intensiven Umgang mit Pferd und Esel bei uns auf dem Hof und auf dem Reiterhof besitze ich sehr gute Kenntnisse über Equiden und habe die Prüfung für den Basispass Pferdekunde erfolgreich abgelegt. Um mich ständig über Esel weiterzubilden, bin ich Mitglied in der Interessengemeinschaft Esel- und Mulifreunde e. V. geworden. Durch meine haupt- und ehrenamtliche Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit kann ich zudem Kenntnisse im Umgang mit jungen Menschen nachweisen.
Im Laufe der Jahre sammelte ich diverse Erfahrungen mit Eseln und hatte in verschiedenen Ländern ganz unterschiedliche Begegnungen. Unsere Begeisterung für Esel ist auf deren ganz besondere Wesensmerkmale zurückzuführen – ruhig, intelligent, interessiert, freundlich und dem Menschen zugewandt.


Hier folgen Einblicke zu den verschiedenen Eselerfahrungen, die ich bisher sammeln konnte:

Im Jahr 2016 arbeitete ich einen Monat auf der Eselfarm La Ferme du Hitton in Südfrankreich. Die Inhaber haben sich auf die Produktion von Bio-Eselmilch spezialisiert. Neben der Fütterung und Kontrolle der Esel, molk ich zusammen mit anderen Freiwilligen jeden Tag zwei Mal alle zehn Eselstuten, pasteurisierte Milch und unterstütze in der Herstellung von Eselmilch-Seifen. Obwohl die Esel artgerecht gehalten werden und die Eselfohlen sogar nachts zu ihren Müttern dürfen, war es jeden Abend herzzerreißend, wie sie vor lauter Vorfreude schrien und es nicht erwarten konnten wieder vereint zu sein. So lehrreich, interessant und schön diese Einblicke auch waren, für mich stand seitdem fest, dass ich Esel nie zur Milchproduktion halten könnte.


Auf Zypern gibt es sehr viele Esel und auch diverse Eselfarmen für Touristen. Eine davon ist die Golden Donkeys Farm in Skarinou auf dem griechischen Teil Zyperns. Die Esel werden auch hier relativ gut gehalten und es ist immer nett, dort einen Tag zu verbringen. Dennoch dienen die Esel als Touristenattraktion und die mittelgroßen Wallache müssen mitunter als Reitesel übergewichtige Erwachsene tragen. Dafür sind Esel mit ihrer natürlicherweise sehr schmalen Statur nicht gemacht.

Aber auf Zypern gibt es nicht nur Esel auf Farmen, sondern auch wild. Während des Bürgerkrieges auf Zypern verließen viele Menschen ihre Häuser und Höfe und ließen oftmals ihre Esel dort zurück. Da Esel aber ursprünglich Wüstentiere sind und mit äußerst harschen Bedingungen (sehr heiß, trocken, wenig Nahrungsangebot) zurechtkommen, überlebten einige Esel und verwilderten. Nach einiger Zeit vermehrten sich die Esel und bildeten teilweise sogar große Herden. Heutzutage sind Landwirte, auf deren Feldern sich die Esel gelegentlich aufhalten, nicht erfreut darüber. Zum Schutz der Esel wurde der Dipkarpaz Nationalpark errichtet. Dort sind die wilden Esel zu einer Attraktion geworden. Einige sind wirklich wild und kommen nicht in die Nähe von Menschen, andere hingegen warten nur auf die nächsten Streicheleinheiten von Besuchern. Für Eselfans ist diese Urlaubsdestination ein echtes Muss.


Auch in den arabischen Ländern wie Libanon und Marokko sind Esel beheimatet. Von Arbeitstieren bis hin zu Tieren für den Einsatz im Fremdenverkehr ist dort alles anzutreffen. Diese Tiere leisten oftmals einen lebenslangen, fordernden Dienst an der Seite des Menschen.


Aus unserer wachsenden Verbundenheit zu diesen faszinierenden Tieren entwickelte sich der Wunsch, selbst etwas mit Eseln aufzubauen. Unser Anspruch ist es, den Tieren ein möglichst artgerechtes und erfülltes Leben zu ermöglichen – verbunden mit Angeboten, die auch für Menschen bereichernde und authentische Erlebnisse schaffen. Im September 2024 durften wir schließlich Telse, Max und Mila vom Eselhof I-AAH, der seinen Betrieb einstellte, bei uns willkommen heißen. Seitdem bereichern sie unseren Alltag und bilden die Elde-Esel-Crew.